Die Salzmänner von Tibet
 
  Ein Film von Ulrike Koch, 1997, VHS, 106 Minuten

Seit uralten Zeiten leben die Dropkas, Hirtennomaden in Nordtibet, auf den Hochplateaus des Himalaya. Ihr Wohnsitz befindet sich auf 4500m Höhe am Fuße des Nyenchen Tanglha, einem der vier heiligsten Berge Tibets. Jeden Frühling machen sich vier Männer der Dropkas auf den langen Weg zu den Salzseen. Nur um diese Jahreszeit können sie damit rechnen, daß die Erde sich nicht in Schlamm verwandelt und die Hochebene begehbar ist.

Unterwegs übernimmt jeder der vier Salzmänner eine bestimmte Rolle: Einer ist Margen, die Alte Mutter, einer Pargen, der Alte Vater, einer der Herr der Tiere. Bopsa, der Neuling, begleitet die Karawane zum ersten Mal. Die uralten Regeln und Riten müssen während der Reise streng beachtet werden. Eine davon ist die geheime Salzsprache, die nur unter den Salzmännern gesprochen werden darf.

Ulrike Koch ist es nach achtjähriger Recherche gelungen, die Salzmänner auf ihrer Reise zu begleiten. Der Film dokumentiert in faszinierenden Bildern die von tiefer Religiösität und Respekt vor der Natur geprägte Tradition der Salzmänner zu reisen und mit dem "Weißen Gold" Tibets - dem Rohstoff Salz - umzugehen. Und er zeigt, wie sehr die unermeßliche kulturelle Vielfalt Tibets durch das Vorrücken moderner Technologie bedroht ist. (Quelle: Verlagsinformation)